Lidoma VI

Maismarathon ...............................................................20. September 2014

Maismenschen

Gisela und ich haben schon einige Läufe erlebt und überlebt. Läufe, die anders waren, Läufe, bei denen sich Realität und Fiktion vermischen. So etwas nennen wir Highlight. Der anstehende Marathon in Soest ist wieder so eine Konstruktion, er geht 42 km durch ein Maislabyrinth. Keine Sorge, die Strecke wird eindeutig markiert, es kann sich keiner verirren.

Am Anfang fiel es leichter, mir einen eckigen Kreis vorzustellen, als auf dem Gemüsehof Althoff x-mal durch den Mais zu tingeln. Es gibt Unerfreulicheres, ähnliche Läufe haben Gisela und ich schon ertragen, die nötige Innenausstattung für so einen Lauf steckt dadurch in uns. Ob sie für diesen Marathon ausreicht wird im Mais beantwortet, Sorgenfalten werden wir im Vorfeld aber nicht bekommen. Für uns heißt es bis zum Start gesund und fit zu bleiben. Wie viel Runden wir durch den Mais drehen sollen steht noch nicht fest, die Streckenplanungen laufen noch.

Da müssen wir durch

Wer plant denn sowas?

LIDOMA plant sowas! Wer oder was ist denn LIDOMA? Das heißt: Laufen in Dortmund Marathon“. Marion und Frank veranstalten die LIDO Marathons. Es sind private Veran- staltungen, jeder läuft auf eigene Verantwor- tung mit. Beim Mais-Marathon sind 80 Teilnehmer zugelassen. Gisela und ich der Achim sind zwei davon. Wir wollen die Sache locker angehen, aber auf jeden Fall vor der Maisernte im Ziel sein.

So könnte die Strecke aussehen. Vollkom- men egal, ob Gisela und ich Trailschuhe, Gummistiefel oder Samba-Latschen tragen.

Na sowas!

Am 26. August haben Marion und Frank die Strecke festgelegt und vorgestellt. Voll die Zickzack-Runde. Wie oft wir da rum müssen haben beide nicht verraten. Das Geläuf sei sehr uneben und wenn es regnet wird es zusätzlich rutschig. Trailschuhe können die Sicherheit steigern, solche Dinger besitzen Gisela und ich aber nicht. Unsere Laufschuhe können aber Trail, sie sind im Deister schon Wege gelaufen, da hätte jeder andere Trailschuh Muffe gehabt. Da der Marathon bei Dunkelheit nicht mehr zu bewältigen ist, ist der Start von 18:30 Uhr auf 16:30 Uhr vorverlegt, nette Geste, dann könnten meine Batterien in der Stirnleuchte doch noch bis zum Schluß reichen. Außerdem sollen wir unsere normalen Marathonzeiten vergessen und eine Stunde draufrechnen. Hm? Dann lieber doch neue Batterien für die Leuchte mitnehmen.

Am 10.September war es raus.Eine Runde beim Maisfeld-Marathon ist 3863 m lang. Aber so lange brauchen wir nicht in den Mais rein. Frank hat eine Woche vor dem Start eine Streckenänderung vorgenommen. Eine Hälfte der Runde laufen wir durchs Maisfeld, die andere Hälfte findet outdoor statt, auf Feldwegen. Die Gesamtdistanz des Marathons beträgt 42,5 km. Vielen Dank, Frank.

Ohne Mais kein Preis

Unsere Vorbereitung war zwar nicht das Gelbe vom Maiskolben, aber den Spaßlauf durch das Maisfeld wollten Gisela und ich uns schon gönnen. Eine Woche vor dem Start spielte bei uns beiden die Gesundheit nicht mit. Der Start beim Marathon wäre zu risikoreich, wir wollten schließlich nicht vor dem Mais vom Stängel fallen. Einen Tag vor dem Start mussten wir dann ultimativ passen. Startabbruch!

Pech! Um den Lauf durch das Maislabyrinth zu verstehen, wollten wir die Dinge einfach mal von innen betrachten. Nach einigen Runden hätten wir das Innenleben eines Maisfeldes erfasst, und verstanden, dass es uns vielleicht um unseren Verstand bringen könnte. Labyrinth heißt schließlich Irrgarten.

Dem Maisfeld wäre es wohl egal gewesen wie es nach 11 Runden mit unserem Innenleben ausgesehen hätte. Schade, Gisela und ich hätten es gern erfahren.

 

Das war bitter. Als Ersatz könnten wir süße Maiskolben essen. Übrigens: Je länger Mais liegt, desto mehr Zucker wird in Stärke umgewandelt. Ich leg mich dann auch mal hin, mal sehen, was bei mir in Stärke umgewandelt werden könnte……………