Sonnenwendlauf........................................ 21. Juni 2016

 

Rückschau

Vor vier Jahren fand unser 1. Sonnenwendlauf zum Fernsehturm statt. Mitten in der Nacht, mitten im dunklen Deister, mitten in der Woche. Es gab 2 Teilnehmer: Gisela und mich. Woran es lag? Es war Fußball-EM, wir mussten den Lauf von Freitag auf Donnerstag vorverlegen, die UEFA wollte mit dem Viertelfinale Deutschland - Griechenland nicht ausweichen. So mussten einige interessierte Deisterläufer ihre Teilnahme absagen, weil sie am nächsten Tag früh zur Arbeit mussten. Andere hatten ein wenig Angst durch den dunklen Wald zu laufen, ist nicht Jedermanns Sache.

 

Vorschau

Dieses  Jahr war wieder EM und La Mannschaft hatte punktgenau am Sonnenwendtag ein Spiel. Wir bemühten uns nicht um eine Spielverlegung, sahen uns erst den Kick an und trafen uns anschließend zum Lauf zum Turm. Es gab heuer 4 Teilnehmer! Woran es lag? Es war zwar Dienstag, Gisela, Martina und Jessica mussten am nächsten Morgen früh zur Arbeit, egal, sie wollten dabei sein, so ein Erlebnis hat man nicht alle Tage. Arbeit ist öfter. Angst hatte auch keine der Dreien. Als Extra hatten wir noch Vollmond im Programm, er wird den Wald erleuchten. Ich war der einzige der am nächsten Tag ausschlafen konnte und Muffe hatte ich auch nicht. 

Dunkellauf

Startort war die Bantorfer Höhe. Nach und nach brach die Dunkelheit über uns herein. Der Vollmond hatte den Termin verpennt und leuchtete Null, er versteckte sich hinter den Wolken. Rechts und links der Waldwege leuchteten dafür die Glühwürmchen, ein herrliches Vergnügen. Irgendeiner von uns fing an Glühwürmchen zu zählen, es gab ja sonst nichts zu tun. Am Fernsehturm angekommen konnten wir das Gästebuch nicht vor Augen sehen. Gisela übernahm freundlicherweise den Eintrag in das Gästebuch, sie kann auch in finsterer Nacht schreiben, sie kennt sich aus mit Dunkelziffern.

Am Turm herrschte totale Windstille, nicht ein Blatt am Baum rauschte, nirgendwo ein Rascheln oder Knacken. Nichts, absolute Stille im Wald. Echt abenteuerlich. Es war 23 Uhr und die Finsternis erreichte ihren Höhepunkt, es war nicht mehr viel zu sehen. Muss man mal gesehen haben. Echt spannend!

Berg ab kamen unsere Lampen voll zum Einsatz. Zielort war wieder die Bantorfer Höhe. Dort angekommen schoben sich die Wolken zur Seite und der Mond leuchtete jetzt mit voller Kraft. Der Blick ins Calenberger Land wurde ein weiterer Höhepunkt.